Biss und Einsatz allein reichen nicht
Beide Mannschaften legten mit viel Elan und Tempo los. Denn nur ein Sieg konnte helfen, um aus dem Tabellenkeller herauszukommen. So schlichen sich auch immer wieder Phasen voller Fehler ein. So konnte Altenholz zwar die Anfangsphase mit 6:4 für sich entscheiden, dann konnte Ohrstedt aber wieder zum 10:10 ausgleichen. Wenig später gelang den Nordfriesen sogar mit dem 13:11 die erste Führung, die aber nicht lange währte. Bis zur Pause traf die HSG kein einziges Mal mehr, kassierte aber vier Treffer in Folge.
Die Spielgemeinschaft startete besser in die zweiten 30 Minuten. Drei Treffer in Folge drehten die Partie abermals zum 16:15. Und bis zum 18:17 (40.) blieb die HSG auch vorne und hatte zwei Mal die Chance, sich in Überzahl abzusetzen. Doch ausgerechnet in dieser Phase gelang kein einziges Tor. „Das war der Knackpunkt. Da haben wir viel zu schnell abgeschlossen und Altenholz wieder stark gemacht", erklärte Kai Flatterich. Altenholz gewann nun Oberwasser, schaffte den 19:19-Ausgleich. Die HSG hatte nun nichts mehr entgegen zu setzen und kassierte mit dem 21:24 die Vorentscheidung und eine weitere bittere Niederlage.
Torschützen HSG SZOWW: M. Hansen (2), Westermann (4), Klenz (4), J. Flatterich (1), J. Hansen (4), Carstensen (1), Plöhn (4), Peters (4).
Quelle: www.shz.de
Aus Gegners Sicht....
TSV Altenholz II siegreich gegen die HSG SZ OWW
Sonntag, 16. November 2008
In einer spannenden Begegnung konnte sich der TSV Altenholz II gegen Ohrstedt mit 28 : 24 (15:13) durchsetzen
Schon vor dem Spiel war den Altenholzer Spielern klar, dass die Ohrstedter stärker antreten würden, als es ihr Tabellenstand erscheinen liess. Ohrstedt hatte sich nach 6 Niederlagen und dem letzten
Tabellenplatz vom langjährigen Trainer Ralf Heckel getrennt und der ehemalige Spieler Kai Flatterich hatte das Zepter übernommen. Mit ihm und einigen alten Gesichtern sollte das Projekt Klassenerhalt
wieder aufgenommen werden. Den Altenholzern war klar gegen einen hochmotivierten Gegner antreten zu müssen. Zusätzlich reaktivierte Ohrstedt mit Lars Thoroe, der die Deckung stabilisieren sollte, und
dem in diesem Spiel überzeugenden Kreisläufer Björn Ove Peters zwei Spieler aus der zweiten Herren. Mit Holger Westermann tauchte zudem ein erfahrener Rückraumspieler auf, der in seinem alten Verein,
der SG Husum Schobüll, jahrelang Haupttorschütze auf der Königsposition Halblinks war.
Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, bei der über 60 Minuten die Torhüter Jan Bindeballe auf Altenholzer Seite und Maik Weinbach auf der Seite der Ohrstedter der Partie ihren
Stempel aufdrückten. Beide Torhüter entschärften reihenweise klare Torchancen der Gegner. Jan Bindeballe konnte dabei den gegnerischen Rückraum fast komplett ausschalten, wo hingegen Weinbach gerade
aus der Nahwurfdistanz mehrere Torchancen vereiteln konnte.
Beide Mannschaften schafften es in der ersten Halbzeit nicht in Überzahlsituationen den herausgespielten Vorsprung auszubauen. Altenholz vergab in der 10ten Minute eine 7:5 Führung in Überzahl und
sah sich drei Minuten später mit einem 7:8 Rückstand konfrontiert. Noch stärker erwischte es Ohrstedt. In der 27ten Minute war Ohrstedt beim Spielstand von 11:13 für Ohrstedt in Überzahl und im
Angriff, aber Altenholz konnte die vermeintliche Schwächung in eine Stärkephase umwandeln und ging mit 15:13 in die Pause.
Auch die zweite Halbzeit begann wie die erste sehr ausgeglichen. Allerdings verstanden es die Altenholzer mit laufender Spielzeit, ihre Angriffe effektiver vorzutragen. Dabei verstand es vor allem
der Halblinke Nico Schels durch ein druckvolles Anstoßen seine Nebenleute in Szene zu setzen. Vor allem der Altenholzer Mittelmann Thorben Plöhn bedankte sich mit mehreren Toren über den zusätzlichen
Raum. Hätten die Altenholzer in dieser Zeit ihre Torchancen besser genutzt, so wäre es sicherlich früher zu einer Spielentscheidung gekommen. Aber auch die Ohrstedter konnten ihre Chancen nicht
nutzen. So führte Altenholz in der 46ten Minute mit 2 Toren, als der Altenholzer Matthias Steinkamp mit der dritten Zeitstrafe disqualifiziert wurde. Den fälligen Siebenmeter konnte allerdings der
für diesen Siebenmeter eingewechselte Torhüter Hartmut Horn entschärfen. In der Folgephase konnten Horn und Bindeballe noch weitere zwei Siebenmeter parieren. Gerade in dieser Phase war Jan
Bindeballe nicht mehr aus dem Rückraum zu bezwingen, wodurch Altenholz sich Stück um Stück absetzen konnte und spätestens zwei Minuten vor Schluss sich uneinholbar mit 4 Toren absetzen konnte.
Alles in allem zeigte das Spiel, das die Altenholzer auf dem richtigen Weg sind und den Anschluss an das Mittelfeld gefunden haben. Allerdings sollte in den nächsten Spielen die Abschlussschwäche
verbessert werden, um zwei Punkte einfahren zu können und die gelben Zähne und schwarzen Füße zu neuem Leben zu verhelfen