HSG SZOWW - THW Kiel II 21:33 (11:17)
Andreas Carstensen auf dem Weg zum Tor! Photo: Voss
Die Serie der Siege gegen Spitzenreiter der Handball-Oberliga hat bei der HSG Ohrstedt-Ostenfeld ein Ende. Nach den Erfolgen gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld und Wift/Neumünster musste sich das Team von Trainer Hans-Christian Petersen dem THW Kiel II 21:33 (11:17) geschlagen geben. Nicht das Spielerische gab den Ausschlag, vielmehr die schlechte Wurfausbeute der Gastgeber.
„Nach dem 15. freien Fehlwurf habe ich aufgehört zu zählen“, flüchtete sich Petersen in Galgenhumor. Betreuer Nico Hamann kritisierte: „Kiels Torhüter Florian Hossner vernagelte sein Tor bei flachen Würfen – und wir warfen leider nur flach.“ Dabei hatte die HSG bis zum 4:5 in der 12. Minute auf Augenhöhe mit dem Titelfavoriten agiert. Die Deckung stand gut und ließ den Kieler Haupttorschützen Simon Plähn nicht zur Entfaltung kommen.
Auch in der Offensive lief es für die Petersen-Schützlinge anfangs gut. Zehn Minuten später führte Kiel allerdings schon 12:5. Hier zeichnete sich vor allem Kristopher Kröger aus, der auf respektable zwölf Tore kam. „Das Ärgerliche daran ist, dass wir uns etliche gute Chancen erarbeitet haben, diese aber nicht nutzten. Und so was geht im Duell gegen den Spitzenreiter nicht“, sagte Hamann.
Auch nach dem Wechsel fand Ohrstedt-Ostenfeld kein Mittel gegen den immer noch stark haltenden Hossner im THW-Tor. Erneut versuchten es alle HSG-Spieler, den Torhüter mit flachen Würfen zu überwinden. Die Folge waren meist gehaltene Bälle und der sofortige Konter der Gäste.
Kiel zog davon und hatte beim 17:27 erstmals zehn Tore Vorsprung. „Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel gelaufen. Der THW spielte die Partie nun clever runter und wir kamen nicht mehr in Schlagdistanz“, ärgerte sich Hamann.
Bis zum Schlusspfiff versuchten die Nordfriesen alles, scheiterten aber weiter an sich selbst. Hamann: „Trotzdem haben wir keinen Grund, Trübsal zu blasen. Wir haben gegen den wahrscheinlichen Meister nur wegen unserer schlechten Würfe verloren. Spielerisch konnten wir mithalten. Deshalb gilt es jetzt, die Kräfte für die letzten drei Spiele zu bündeln und dort den Nichtabstieg perfekt zu machen.“
Die HSG SZOWW ist weiter Drittletzter, da alle anderen Konkurrenten ebenfalls sieglos blieben.
HSG SZOWW: Jensen, Weinbach – M. Hansen, Peters (3), K. Flatterich (5/1), A. Carstensen (1), Thoröe (1), H. Klenz (4), J. Flatterich, J. Hansen (5/1), H. P. Carstensen, Schlemeier (1), O. Klenz, Fülbier (1).
THW Kiel II: Kröger (12/3), Plähn (7), Otto (4), Bülow (4).
Quelle: www.shz.de
Aus Gegners Sicht....
HSG SZOWW – THW Kiel II 21:33
(11:17)
Ohrenbetäubender Jubel unter den „Zebras“ beim Schlusspfiff in Ostenfeld, obwohl die Musik für eine improvisierte kleine Meisterfeier eher auf halber Lautstärke lief. „Die große
Sause sparen wir uns bis zum nächsten Heimspiel zusammen mit unseren Fans auf“, kommentierte THW Co-Trainer Holger Karsten. „Wir hatten wider Erwarten leichtes Spiel und trafen auf wenig Gegenwehr.“
Der Gegner blieb den Ruf als Favoritenschreck schuldig. In Zusammenarbeit mit seiner Deckung verdiente sich Torwart Florian „Hexer“ Hossner das Prädikat besonders wertvoll, parierte gut zwei Dutzend
schwere Bälle. Im Angriff bliesen Simon Plähn sowie Jan-Philipp Bülow aus dem Rückraum zur Attacke. Großartige Aktionen krönte Linksaußen Christopher Kröger gleich elfmal. rok
THW II: Hossner, Stoltefuß – Bülow (4), Grewe (1), Hannemann (2), Kröger (11/3), Olbert (1), Otto (5), Plähn (6), Schütte, Cedric Stock (2), Zakel, Jansen (1).