HSG SZOWW - HSG Schülp/Westerrönfeld 31:30 (16:17)

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Kai Flatterich trifft und lässt Ohrstedt-Ostenfeld jubeln
31:30-Sieg gegen Spitzenreiter Schülp / Martin Hansen überragend
Ohrstedt / lo

Wer hätte das gedacht? Die HSG Ohrstedt-Ostenfeld (SZOWW) sendete zu Beginn der Rückrunde ein Lebenszeichen in der Handball-Oberliga und schlug den bisherigen Spitzenreiter HSG Schülp/Westerrönfeld in einem packenden Spiel knapp 31:30 (16:17). In einer hektischen Schlussphase war es Kai Flatterich, der eine Sekunde vor Schluss den Siegtreffer per Freiwurf erzielte und seinem Team den zweiten Saisonerfolg bescherte.

Von Beginn an war Ohrstedt-Ostenfeld hellwach. Vor allem Linksaußen Martin Hansen zeigte eines seiner besten Spiele im HSG-Trikot, da er im Angriff sowie in der Abwehr einen überragenden Part spielte. Acht Tore gingen auf das Konto des wendigen Spielers – bei keinem Fehlversuch. Ohrstedt führte zunächst und hatte das Spiel beim 9:6 (18.) im Griff. „Trotzdem ließ die Konzentration nach. Dies ist aber verständlich bei so einer kraftraubenden Deckung“, nahm Hans-Christian Petersen das Team in Schutz. Petersen agierte als Unterstützung für Spielertrainer Flatterich auf der Bank. Schülp kam wieder heran und schaffte sogar die Führung kurz vor der Pause. Nach dem Wechsel drehte der Gastgeber das Ergebnis schnell wieder um. Auch die dritte Zeitstrafe gegen Oliver Klenz hielt die Gastgeber nicht mehr auf. Die Schlussphase wurde dann hektisch. Schülp erzielte zwölf Sekunden vor Schluss das 30:30. „Zu diesem Zeitpunkt war ich schon mehr als zufrieden. Einen Punkt gegen den Tabellenführer zu holen, war mehr, als ich mir erträumt hatte“, sagte Petersen. Als dann Flatterich aber noch den Siegtreffer erzielte, brachen alle Dämme und der Machwinner wurde unter einer Spielertraube begraben. „Die Jungs haben sich den Sieg redlich verdient. Heute haben alle gekämpft“, lobte Petersen.

SZOWW: Jensen, Weinbach, Thomsen – M.Hansen (8), Peters (6), K. Flatterich (4/1), A. Carstensen, Lohr, H .Klenz (3), J. Flatterich (2), J.Hansen (2), H.P. Carstensen, O. Klenz (4), Plöhn (2).

Schülp: Hohnsbehn (7), Woldt (7), P. Petresias (4).

 

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HSG Schülp/Westerrönfeld stolpert beim Schlusslicht
Oberliga Männer: Überraschende 30:31-Niederlage bei den kampfstarken Ohrstedtern / Entscheidung fällt mit dem Abpfiff
Ohrstedt / hal

Am vorigen Wochenende freute man sich bei der SG WiFT verfrüht und fälschlicherweise über eine angebliche Niederlage der HSG Schülp/ Westerrönfeld und der damit verbundenen Herbstmeisterschaft. Schuld war ein Zahlendreher im Internet. Auch an diesem Spieltag lag die Vermutung nahe, dass das dort angegebene 30:31 (16:17) der Westerrönfelder gegen das Tabellenschlusslicht SZOWW ein Eingabefehler sein müsste. Doch diesmal war der Neumünsteraner Jubel berechtigt. Als Spitzenreiter der Handball-Oberliga ist Westerrönfeld nach Nordfriesland gefahren, als Dritter hinter WiFT, dem neuen Ersten, und dem THW Kiel II verließ sie Ohrstedt wieder. „Und dabei kann ich meiner Mannschaft noch nicht einmal einen Vorwurf machen. Das SZ ist aufgetreten wie noch nie gegen uns und hat sehr gut gespielt“, sagte Trainer Gunnar Kociok.

Über 60 Minuten ging es hin und her und letztlich gehörte auch etwas Pech dazu, dass Kociok und Co. mit leeren Händen nach Hause fahren mussten. Kurz vor Schluss sah es nach einer Punkteteilung aus, als die HSG in Ballbesitz zum letzten Angriff blies, doch Jens-Christian Woldt vertändelte das Leder, so dass Ohrstedt zwei Sekunden vor dem Abpfiff noch einen Freiwurf vor dem Westerrönfelder Tor zugesprochen bekam. Und diese Zeit reichte für ein Abspiel und eine Mann-gegen-Mann-Aktion mit erfolgreichem Wurf.

„Das ging nicht mit rechten Dingen zu. Das kann mir keiner erzählen, dass das Tor noch vor dem Abpfiff gefallen ist“, ärgerte sich Kociok vor allem über eine seiner Meinung nach schlechten Schiedsrichterleistung. Die gesamte Spielzeit über gingen die Gastgeber sehr beherzt bis überhart in der Abwehr zu Werke. Und das nervte den Westerrönfelder Trainer: „Die Schiedsrichter hätten viel häufiger eingreifen müssen. Wofür gibt es denn Regeln?“ Jedoch sei es auch schwer gewesen, die richtige Einstellung gegen das vermeintlich chancenlose Schlusslicht zu finden.

Nach frühzeitiger 3:1-Führung und 11:13-Rückstand lag Westerrönfeld zur Pause leicht vorn (17:16). Keinen großen Rückhalt boten diesmal die Torhüter Rene Linek und Nils Martensen, die noch nicht an die starke Form des längerfristig verreisten Florian Töllner anknüpfen können. Auch Jens-Christian Woldt, der seit längerer Zeit mal wieder ohne Manndeckung spielen durfte, gelang nicht sein bestes Spiel. Im zweiten Durchgang blieb es über 23:25 und 29:28 lange eng, bis nach dem 30:30 doch noch der Siegtreffer der Ohrstedter fiel. „Der Gegner hat eine kämpferisch fantastische Leistung geliefert, das muss man auch mal anerkennen“, resümierte Kociok.

HSG Schülp/Westerrönfeld: Martensen, Linek – Seehaase, Cardis (3), Hohnsbehn (7/3), Wulff, Schrader (3), Jüschke (3), Ph. Petriesas (3/1), Pa. Petriesas (4), Woldt (7/1), Delfs, Möller, Moll.