HSG SZOWW - SG Hochdonn/Sü/Bu 30:27 (11:15)

Helge machte ein starkes Spiel! (Photo: Hansen) Helge machte ein starkes Spiel! (Photo: Hansen)

HSG dreht nach der Pause auf

30:27 Sieg gegen Hochdonn / Weinbach vernagelt das Tor

Durch eine gehörige Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gewann die HSG SZOWW mit 30:27 (11:15) gegen die SG Hochdonn/Süderhastedt/Burg und baut die kleine Siegesserie auf nun schon 3 gewonnen Spiele hintereinander aus. Torhüter Maik Weinbach vernagelte nach der Pause förmlich seinen Kasten und avancierte dadurch zum Garanten auf die zwei Punkte.

Die Partie zwischen den Kreisnachbarn begann sehr zerfahren und war von etlichen Fehlwürfen geprägt. Beide Teams ließen Großchancen aus und haderten mit dem eigenen Abschluss. Die Gäste gerieten aber als Erster wieder in die Spur und konnten sich bis zur 11. Minute auf 2:6 absetzen. Ohrstedt-Ostenfeld hingegen wirkte pomadig im Spielaufbau und ließ jegliche Spritzigkeit vermissen. „Wir waren im ersten Durchgang noch gar nicht richtig da. In der Abwehr haben wir schlecht verschoben und im Angriff fehlten die zündenden Ideen“, kritisierte Betreuer Nico Hamann. So setzte sich Hochdonn immer weiter ab und kam über 5:10 zu einem 8:15 Zwischenstand. Zu diesem Zeitpunkt rechnete wohl jeder der anwesenden Zuschauer mit dem Ende der positiven Spiele der HSG SZOWW. Drei Tore in Folge gaben aber noch Hoffnung, das Spiel nach dem Wechsel drehen zu können. Und so kam es auch. HSG-Trainer Hans-Christian Petersen reagierte auf die Probleme in Angriff und Abwehr und brachte mit Martin Hansen, Helge Schlemeier und Maik Weinbach drei frische Kräfte, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Weinbach hielt nun fast alles, was auf das eigene Gehäuse zu kam. „Maik hat der Abwehr auch wieder die nötige Sicherheit gegeben. Nun war bekam das Spiel wieder ein wenig mehr Dampf“, lobte Hamann seinen Torhüter. Aber auch in der Offensive konnte man den Unterschied deutlich merken. Martin Hansen übte wesentlich mehr Druck auf die gegnerische Deckung aus und schaffte dadurch Räume. Diesen Platz wusste Schlemeier nun zu nutzen und machte sehenswerte Tore über den Kreis. So kämpfte sich der Gastgeber immer weiter heran und hatte sich beim Stande 18:17 sogar die erste Führung erarbeitet. Die nun immer nervöser wirkenden Gäste aus Hochdonn fanden in der Schlussphase kaum noch ein Mittel gegen die jetzt gut funktionierende 3:2:1 Deckung der HSG. Und falls doch mal ein Spieler durchbrechen konnte, war Weinbach meist zur Stelle und entschärfte den Wurf. Ohrstedt-Ostenfeld setzte sich immer weiter ab und hatte beim Stande von 29:24 das Spiel entschieden. Zwar kam Hochdonn noch auf 30:27 heran, hatte aber nicht mehr die Chance, das Spiel noch zu drehen. „Aufgrund der kämpferischen Einstellung und dem großen Herzen  in der zweiten Halbzeit kann ich mit der Leistung zufrieden sein. Trotzdem hat man gesehen, dass wir in der ersten Hälfte zu nachlässig waren. Daran müssen wir weiter arbeiten“, kommentierte HSG-Trainer Petersen das Auftreten seiner Mannschaft. In der Tabelle bleibt das SZOWW auf dem letzten Platz, steht dort nun aber punktgleich mit dem TSV Mildstedt.

SZOWW: Weinbach, Jensen – M.Hansen (3), Peters (2), K.Flatterich (6/2), A.Carstensen (n.e.), Lohr (n.e.), H.Klenz (3), J.Flatterich (3), J.Hansen (8/3), H.P.Carstensen (n.e.), Schlemeier (4), O.Klenz, Fülbier (1).

Hochdonn: Meyn (7/1), Stieper (6/3), Rill (5).

Der Abstiegskampf geht weiter

Hochdonn/Süderhastedt/Burg verliert nach klarer Führung noch beim Schlusslicht
Ostenfeld (sko)
Es ist kein Geheimnis mehr, dass in der Handball-Oberliga jede Mannschaft jede schlagen kann. Das bedeutet auch, dass man in der Regel über weite Strecken der 60 Minuten Höchstleistung bringen muss. Der SG Hochdonn/Süderhastedt/Burg ist das diesmal nicht gelungen. Trotz einer phasenweise klaren Führung verlor sie beim Tabellenletzten HSG Ohrstedt/Ostenfeld/Wittbek-Winnert noch mit 27:30 (15:11).
Danach hatte es nicht ausgesehen, als die Dithmarscher im ersten Abschnitt mit 15:8 im Vorteil waren, aus dem aber schnell wieder ein 15:11 wurde. „Wir haben zwar souverän geführt, hatten aber schon da fünf technische Fehler und mindestens sieben Fehlversuche“, analysierte Trainer Torsten Rill die Niederlage. „Wenn wir das nutzen, wird es natürlich schwierig für Ohrstedt. Aber so haben sie gewittert, dass wir auch Fehler machen. Und die in der zweiten Halbzeit haben sie dann auch gnadenlos bestraft.“ Angetrieben von den Fans (Rill: „Eine kleine Hölle“) feierte Ohrstedt den dritten Sieg in Serie.
Hochdonn muss sich dabei aber an die eigene Nase fassen. „Wir haben uns immer mehr deren Spielweise angenommen“, berichtete Rill, dass seine Schützlinge den spielerischen Faden verloren und stattdessen zuviele Eins-gegen-eins-Situationen suchten. „Erste Halbzeit haben wir Top-Handball gespielt und zweite Halbzeit das Handballspielen eingestellt. Wir haben uns aufgerieben.“
Dass so manche strittige Schiedsrichterentscheidung dann auch noch von den Spielern kommentiert wurde, ist ein weiteres Indiz dafür, dass der Aufsteiger wankte. Bald nach dem Seitenwechsel drehte der Tabellenletzte die Partie und machte aus einem 13:17 ein 19:17. In dieser Phase bekam man auch nicht mehr Kreisläufer Jan Hansen unter Kontrolle, dem die Dithmarscher Defensive im ersten Abschnitt nicht viel erlaubt hatte.
Hochdonn blieb zwar zumeist auf Schlagweite, doch fehlte nun auch das Quäntchen Glück. Symptomatisch der Siebenmeter, den Bastian Burchert (erste Halbzeit mit einer Quote von 50 Prozent gehaltener Bälle) hielt und sich dann doch noch selbst ins Tor kickte. „Wir haben uns nicht aufgegeben, aber es war wie verteufelt.“
HSG Ohrstedt/Ostenfeld/Wittbek-Winnert:
Meinbach, Jensen – Martin Hansen (3), Peters (2), Kai Flatterich (7/2), Andreas Carstensen, Lohr, Hauke Klenz (3), Jan Flatterich (3), Jan Hansen (8/2), Hans-Peter Carstensen, Schlemeier (4), Oliver Klenz, Fülbier.
SG Hochdonn/Süderhastedt/Burg:
Burchert, Vieth – Rill (5), Gorski (1), Pohlmann (1), Eckhold (3), Meyn (7/1), Loitz, Kock (2), Jahn, Stieper (6/3), Hamann, Mohr (1), Röder (1).
SR: Schröder/Siebels (Munkbrarup/Harrislee).
Zeitstrafen: sechs – neun.
Quelle: Dithmarscher Landeszeitung online