HSG SZOWW - SG Flensburg/Handewitt III 32:28 (14:12)

In Feierstimmung: Die HSG-Handballer feiern ihren wichtigen Sieg! (Photo: Voss) In Feierstimmung: Die HSG-Handballer feiern ihren wichtigen Sieg! (Photo: Voss)
Nordfriesen stoßen Tür zum Klassenerhalt weit auf
Handball-Oberliga: Ohrstedter 32:28-Sieg im Derby gegen die SG Flensburg-Handewitt III
Ohrstedt/lo

Die HSG SZOWW nahm erfolgreich Revanche für die Hinspielniederlage und schlug den Nord-Rivalen SG Flensburg/Handewitt III in der Handball-Oberliga mit 32:28 (14:12). In einem spannenden Derby entschied am Ende HSG-Torhüter Maik Weinbach die Partie, der in der zweiten Halbzeit zum absoluten Rückhalt der Ohrstedter avancierte und reihenweise schwere Bälle entschärfte.

Der HSG gelang ein souveräner Start in das richtungsweisende Spiel. Mit 4:0 (6.) führten die Nordfriesen und hatten zu diesem Zeitpunkt alles im Griff. „Die Abläufe im Angriff stimmten, und die Abwehr war bissig genug“, lobte HSG-Betreuer Nico Hamann. Doch Flensburg ließ sich nicht schocken und spielte clever weiter – über 6:4 schafften sie das 8:8 (16.). Von nun an entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der vor allem Flensburg immer wieder durch Tempospiel zum Erfolg kam. „Unsere Rückwärtsbewegung war nicht optimal. Dadurch haben wir viele unnötige Gegentore kassiert“, sagte Hamann.

Das Spiel wurde nun auch bissiger. Man merkte, dass es für beide Teams gegen den Abstieg geht. Die HSG ging mit 14:12 in die Kabine. Die Flensburger, die ohne zusätzliche Spieler aus der Zweiten angetreten waren, scheiterten nun zunehmend am HSG-Schlussmann Maik Weinbach, der von Minute zu Minute stärker wurde. So kam es auch, dass die Hausherren innerhalb von fünf Minuten von 19:17 auf 24:17 davonzogen. Immer wieder fand Kai Flatterich auf der Mittelposition eine Lücke im SG-Deckungsverbund. Insgesamt gingen 13 Tore auf das Konto des Routiniers. Flensburg reagierte und nahm Flatterich in kurze Manndeckung, um den Spielaufbau zu stören. Dies klappte allerdings nur bedingt, da nun Martin Hansen und Lars Thoröe aufdrehten und mit schönen Toren weiterhin erfolgreich waren. Doch Flensburg gab sich nicht auf. Von 23:30 kam die SG noch einmal auf 26:30 (57.) heran, scheiterten aber in der Folgezeit wieder an Weinbach im HSG-Tor. „Uns fehlte heute einfach die Qualität. Vor allem die Außenpositionen trafen schlecht. Und in der Abwehr waren wir auch viel zu defensiv. Die HSG hat verdient gewonnen, da wir nicht unsere normale Leistung abrufen konnten“, sagte SG-Trainer Rainer Cordes. Am Ende stand ein 32:28 Sieg für die Gastgeber zu Buche, der das Tor zum Klassenerhalt aufgestoßen hat. Am nächsten Wochenende fällt im Fernduell zwischen der SG (gegen Kiel) und Ohrstedt (in Mildstedt) die Entscheidung, wer in der Oberliga bleibt.

SZOWW: Weinbach, Jensen – M. Hansen (4), Peters (2), K. Flatterich (13/5), A. Carstensen (1), Thoröe (5/1), H. Klenz (2), J. Hansen (2), H. P. Carstensen, O. Klenz (1), Schlemeier, Plöhn, Fülbier (2).
SG FleHa: Helmer, Jessen – Zameit, Petersen, Oetzmann (4), Lutter, Gümmer (4), Müller (2), Hartmann, May (2), Schulz, Clausen (9/1), Boysen (7/5).
Zeitstrafen: 6:3. – Siebenmeter: 7/5:9/6.
Zuschauer: 290.

 

Quelle: www.shz.de