HSG SZOWW - TSV Alt Duvenstedt 29:28 (14:15)
Endstation: Christian Eichstädt (li.) und Marian Palkus versperren dem Ohrstedter Jan Hansen den Weg.
Wer hätte das gedacht? Handball-Oberligist HSG Ohrstedt-Ostenfeld hat den Klassenerhalt wieder in der eigenen Hand. Das Team von Trainer Hans-Christian Petersen besiegte den TSV Alt Duvenstedt 29:28 (14:15), ist mit 14:4 Punkten zweitbestes Team der Rückrunde, und verbesserte sich auf Rang zwölf.
Es begann nicht gut. „Wir haben in der Abwehr nicht kompakt genug gestanden. Es boten sich zu große Lücken“, sagte Betreuer Nico Hamann. Beim Stand von 9:13 sah es nach einer einseitigen Partie aus, ehe sich Ohrstedt-Ostenfeld am Riemen riss. Dank einer kompakteren Deckung gelang es den Gastgebern, bis zur Halbzeit auf 14:15 zu verkürzen.
Auch nach dem Wechsel schafften es die Nordfriesen nicht, den Gegner entscheidend zu stören. Immer wieder sorgte der achtfache Torschütze Jens Fischer für Alarm. Bis zur 44. Minute (18:21) legte Duvenstedt vor, Ohrstedt-Ostenfeld versuchte dran zu bleiben. Doch Coach Petersen hatte noch ein Ass im Ärmel: Er beorderte „Oldie“ Lars Thoröe in die Spitze vor die Abwehr, um den Angriff der Duvenstedter zu stören – mit Erfolg.
Dies beflügelte auch im Angriff, wo Kai Flatterich einen starken Tag hatte. Der Mittelmann verteilte die Bälle sehenswert oder verwandelte selber. Schnell schaffte Ohrstedt-Ostenfeld den Ausgleich und lag nach 54 Minuten mit drei Toren vorn (26:23). Der Bann schien gebrochen.
Doch auch Duvenstedt gab sich nicht auf und kämpfte sich in der Schlussminute wieder auf 28:28 heran. Spannung pur in der Heinrich-Carstensen Halle in Ohrstedt. Als dann auch noch Kai Flatterich mit einem frechen Wurf aus dem Rückraum 30 Sekunden vor Schluss die erneute Führung besorgte, stand die Halle Kopf. Duvenstedt kam danach zwar auch noch zum Wurf, scheiterte aber am Pfosten.
HSG SZOWW: Jensen, Weinbach – M. Hansen (4), Peters (2), K. Flatterich (10/5), A. Carstensen (2), Thoröe (2), H. Klenz
(2), J. Flatterich (1), J. Hansen (3), Schlemeier (1), O. Klenz (1), Fülbier (1), H. P. Carstensen.
Alt Duvenstedt: Fischer (8/3), Eichstädt (5/2), Palkus (5).
Aus Gegners Sicht.....
Innenpfosten verhindert Duvenstedter Punktgewinn
Oberliga: Alt Duvenstedt bei SZOWW zu Gast
Quelle:www.shz.de
Ohrstedt / bc
Mit gesenktem Haupt verließ Christopher Fock das Parkett. Der
Duvenstedter Linksaußen war der Pechvogel der Partie. Wenige Sekunden
vor dem Abpfiff hatte der Student die große Chance, seiner Mannschaft
ein Unentschieden in Ohrstedt zu retten. Völlig frei kam Fock auf
seiner Paradeposition zum Abschluss. Doch der Innenpfosten versperrte
dem TSV Alt Duvenstedt das Remis.
Jubeln durfte nur die abstiegsbedrohte HSG SZOWW, die das Schlegel-Team
mit 29:28 (14:15) in die Schranken wies und sich damit wichtige Punkte
im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga sicherte.
Kampf war das Stichwort der gesamten Partie. Ohne über die Stränge zu
schlagen, gestatteten beide Teams ihrem Kontrahenten keinen Zentimeter
Platz. Schlegel: „Aber alle Aktionen waren im Bereich des
Erlaubten.“ Die Führung wechselte ständig. Erst beim Stand von 9:12
setzte sich der TSV ein wenig ab. Als die Gäste kurz darauf mit vier
Toren wegzogen (11:15), lag eine Vorentscheidung in der Luft. Doch wie
so oft ließen die Schlegel-Schützlinge ihren Gegner wieder Morgenluft
wittern. Eine katastrophale Abschlussquote und viele Fehler brachten die
Ohrstedter zurück ins Spiel. In die Pause ging’s deshalb nur mit
einer knappen 15:14-Führung.
Vor allem die linke Duvenstedter Angriffsseite mit Christopher Fock,
Christian Eichstädt und Ruben Hagge hatte mit ihren Nerven zu kämpfen.
Dagegen glänzte das Gegenüber. Besonders Allrounder Tobias Rußmann
auf halbrechts und Rechtsaußen Sascha Schwarz aus der „Zweiten“
zeigten eine gute Vorstellung.
Nach dem Wechsel warf sich der TSV mit 21:16 in Front. „Eigentlich
müsste uns eine solche Führung Sicherheit geben. Stattdessen läuft
dann gar nichts mehr“, so Schlegel enttäuscht. Ein 6:1-Lauf der
Gastgeber sorgte für den 22:22-Ausgleich.
In der Schlussphase wurde es dramatisch. Der Hausherr führte mit 26:24
und 28:26. Jedes Mal glich der Gast aus. Jens Fischer besorgte das 28:28
für seine Farben, Kai Flatterich das 29:28 für Ohrstedt. Der Rest ist
bekannt. Schlegel: „Trotzdem muss man sagen, dass unsere Einstellung
gestimmt hat.“
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