Klare Niederlage im Derby gegen den TSV Hürup
Der Ohrstedter Jan Hansen (hinten) wirft aufs Tor. Die Hüruper Hans-Henning Lorenzen (l.) und Lars Fischer (r.) kommen zu spät.
Gut gekämpft, aber gegen ein Spitzenteam erneut auf Grund des kleinen Kaders nicht mitgehalten – die HSG SZOWW musste sich im Derby der Handball-Oberliga dem TSV Hürup mit 27:35 (16:18) geschlagen geben.
„Uns fehlt es momentan an Spielern. Wir mussten im Rückraum mit einer Besetzung spielen. Da ist es nur logisch, dass zum Ende die Kräfte schwinden“, meinte ein geknickter HSG-Coach Ralf Heckel.
40 Minuten lang bot die HSG dem Gast Paroli und zeigte vor allem die Schwächen im TSV-Mittelblock auf. Jan Flatterich kam immer wieder mit einfachen Würfen zum Erfolg. Hürup versuchte zwar, dass Manko in der Abwehr durch schnelles Spiel nach vorne zu kompensieren. Das klappte aber nur bedingt, da die Gastgeber mit ihrer offenen Manndeckung gegen Hans-Henning Lorenzen die TSV-Taktik durchkreuzten. Ohrstedt ging sogar mit 6:4 (8. Minute) in Führung. Doch mit zunehmender Spielzeit kamen die Hüruper immer besser ins Spiel. Mit 9:13 lag die HSG zurück, schaffte mit einem Zwischenspurt und dank eines starken Keepers Maik Weinbach ein 13:13 (19. Minute). Bis zur Halbzeit blieb es dann eng. Erst kurz vor dem Pausenpfiff erzielte Hürup den Treffer zum 16:18 Vorsprung.
Nach dem Wechsel blieben die Nordfriesen bis zum 19:19 in der 37. Minute auf Tuchfühlung. Dann machten sich aber Verschleißerscheinungen bemerkbar. Innerhalb von acht Minuten erhöhten die Angeliter auf 19:25. „Da merkte man schon, dass uns die Kraft fehlte“, erklärte Heckel den Einbruch seines Teams. Am Ende stand eine 27:35-Niederlage zu Buche, die nach Heckels Empfinden eindeutig zu hoch ausgefallen war: „In der ersten Halbzeit hat man gesehen, zu was wir eigentlich fähig sind. Nach dem Wechsel merkte man aber doch, dass uns Hürup noch ein wenig voraus ist.“
HSG SZOWW: Weinbach, Jensen – Hoffmann, Lohr (1), J. Hansen (8), Flatterich (10), Fülbier (1), M. Hansen (4), Fuchs, Behrens, Plöhn (3/3),
Carstensen.
Hürup: Hinrichsen, Höck – de Vries (2/1), Schmidt (1), Michaelsen (9/1), Timm (1), Lorenzen (6), Linde, Brogmus (3), Hahn (2), Niemann, Fischer (1), Samuelsen (6), Packhäuser
(4/1).
Zeitstrafen: 4:6. – Siebenmeter: 4:5.
Zuschauer: 200.
Quelle: www.shz.de
Andere über uns:
Ostenfeld (ms) Unsere 1. Männer sind mit einem 35:27-Arbeitssieg über die HSG SZOWW an die Tabellenspitze der Oberliga Schleswig-Holstein geklettert, da der bisherige Tabellenführer, die HSG Schülp/Westerrönfeld bei der 3. Mannschaft der SG Flensburg-Handewitt überraschend deutlich mit 21:31 unterlag. 40 Minuten lang sah es allerdings nicht nach einem klaren Auswärtserfolg der Hüruper aus.
Die gastgebende HSG SZOWW stand als Tabellenschlußlicht bereits vor der Partie mit dem Rücken zur Wand und wollte endlich die
ersten Pluspunkte der Saison gewinnen. Ein Rezept von HSG-Trainer Ralf Heckel war eine Manndeckung gegen Hürups Shooter Hans Henning Lorenzen ab der ersten Sekunde. So konnten sich die Nordfriesen im
Spiel halten und zwischenzeitlich sogar mit 2 Toren in Führung gehen (6:4, 8. Minute). Hürup schloß aber zum 6:6 (11. Minute) auf und ging nach dem 8:8 (13. Minute) in der 15. Minute mit 9:8 in
Führung. Diese baute der TSV bis auf 13:9 (19. Minute) aus. Die Hausherren gaben sich aber noch nicht geschlagen und glichen in der 23. Minute zum 13:13 aus. Kurz vor der Pause konnten dann die Gäste
von 16:16 (28.) zum 18:16-Halbzeitstand erhöhen.
Hürup hatte im ersten Durchgang in der Abwehr zu passiv agiert und ließ die Gastgeber, deren wichtigsten Rückraumspieler fehlten, insbesondere durch Jan Flatterich und Jan Hansen zum Erfolg kommen.
Diese beiden Spieler waren es dann auch, die mit je einem Tor die Halbzeitführung der Gäste ausglichen. Nach dem 19:19 in der 35. Minute startete allerdings der Hürup-Express durch. Die Abwehr der
Angeliter stand nun wesentlich besser als in der ersten Halbzeit und Leon Höck, der nun im Tor stand, konnte sich einige Male auszeichnen. Das Resultat waren eine 6:0-Serie zum 25:19 bis zur 45.
Minute. Damit war die Gegenwehr der HSG SZOWW gebrochen. Selbst eine doppelte Unterzahl der Hüruper in der 49. Minute brachte sie nicht in Gefahr. Am Ende gewann der TSV Hürup mit 35:27 und steht nun
mit 8:0 Punkten als einziges Team ohne Minuspunkte an der Spitze der Oberliga Schleswig-Holstein.
Trainer Peer Christiansen sah seine Vorgaben nicht erfüllt: "Wir wollten uns von den Gastgebern nicht ihr Spiel aufzwingen lassen, aber genau das ist über lange Strecken passiert. Gut für uns war,
dass der HSG, der ja ein kompletter Rückraum fehlte, in der 2. Halbzeit die Puste ausging."
Die Tabellenführung können unsere 1. Männer nun 3 Wochen lang genießen, denn solange dauert es bis zum nächsten Top-Spiel in der Bahnhofshalle. Am 01.11.2008 steht mit dem THW Kiel II eine Mannschaft
auf der Platte, die für ihren Tempohandball bekannt und gefürchtet ist. Dann erwartet Peer Christiansen wieder ein Torfestival wie beim 31:37 im letzten Jahr, aber natürlich mit umgekehrtem
Ausgang.
HSG SZOWW - TSV Hürup 27:35 (16:18)
HSG SZOWW: Weinbach (1.-50., 8 Paraden), Jensen
(50.-60., 5/1 Par.) - M. Hansen (4), Fülbier (1), Lohr (1), Flatterich (10), J. Hansen (8), Carstensen, Fuchs, Plöhn (3/3), Behrens, Thomsen, Hoffmann.
TSV Hürup: Hinrichsen (1.-30., 6 Par.), Höck (31.-60., 11 Par.) - de Fries (2/1), Schmidt (1), Michaelsen (9/1), Timm (1), Lorenzen (6), Linde, Brogmus (3), Hahn (2), Niemann, Fischer (1), Samuelsen
(6), Packhäuser (4/1).
Siebenmeter: 4/3 (Plöhn an den Pfosten) - 5/3 (Michaelsen an den Pfosten, Packhäuser scheitert an Jensen)
Zeitstrafen: 4 (Fülbier, Fuchs, zweimal Behrens) - 6 (Schmidt, Michaelsen, Hahn, Packhäuser, zweimal Lorenzen)
Schiedsrichter: Andresen/Brodersen (Bredstedter TSV)
Spielfilm: 0:1, 1:1, 1:2, 2:2, 3:2, 3:3, 4:3, 4:4, 5:4, 6:4, 6:5, 6:6, 7:6, 7:7, 8:7, 8:8, 8:9, 8:10, 8:11, 9:11, 9:12, 9:13, 10:13, 11:13, 12:13, 13:13, 13:14, 14:14, 14:15, 15:15, 15:16, 16:16,
16:17, 16:18 - 17:18, 18:18, 19:19, 19:20, 19:21, 19:22, 19:23, 19:24, 19:25, 20:25, 20:26, 21:26, 21:27, 22:27, 22:28, 23:28, 23:29, 24:29, 24:30, 25:30, 25:31, 25:32, 26:32, 26:33, 26:34, 27:34,
27:35.
Quelle: www.tsv-huerup.de
Vorbericht: HSG SZOWW - TSV Hürup
Ulf Plöhn (li.) kann heute wohl wieder mit von der Partie sein.
Die Übungseinheiten beim Handball-Oberligisten HSG Ohrstedt-Ostenfeld (SZOWW) hatten in dieser Woche eher etwas mit Reha-Maßnahmen als mit normalem Üben zu tun. Neben dem verletzten Kristopher Spoth klagten nicht weniger als sechs Spieler über Verletzungen, die sie im Spiel gegen Hochdonn erlitten hatten. „Wir haben versucht, uns theoretisch auf Hürup vorzubereiten, wenn das überhaupt möglich ist“, blickt HSG-Coach Ralf Heckel deshalb skeptisch auf die Partie (heute 17 Uhr, Ostenfeld) gegen den Tabellenzweiten.
Im Gegensatz zur HSG (0:6 Punkte) sind die Angeliter besser als erwartet in die Saison gestartet. Nach Siegen gegen Stockelsdorf, Altenholz II und Herzhorn ist die Euphorie um das junge Team von Trainer Peer Christiansen groß. Das Erfolgrezept heißt Tempohandball. Und so hat der TSV hinter Spitzenreiter Schülp den stärksten Angriff der Liga. „Mit de Vries ist ein neuer, schneller Rückraumspieler gekommen, der gut mit Brogmus und Lorenzen harmoniert. Hier liegt die Stärke der Gäste“, sagt Heckel zum Gegner.
Doch wichtiger als der Kontrahent ist für ihn, dass sein Team sich an die Vorgaben hält: „Aufgrund der dünnen Spielerdecke ist es wichtig, dass wir noch enger zusammenrücken. Im letzten Jahr haben wir Hürup zwei Mal geschlagen. Von daher wird der TSV brennen.“ Personell sieht Heckel Licht am Ende des Tunnels. Ulf Plöhn meldete sich zurück und hofft, ein paar Minuten spielen zu können. Zusätzlich gibt es Hilfe aus der zweiten Mannschaft. Neben Kim-Martin Vlasics und Martin Fülbier wird wohl auch Oldie Matthias Krieger auflaufen.
Bei Hürup wird Christoph Krause länger ausfallen. Der junge Rechtsaußen erlitt im letzten Spiel einen Meniskus-, Kreuzband- und Knorpelschaden. Dafür rückt Routinier Dietrich Packhäuser wieder ins Team. „Aber es ist egal, wer auf der Platte steht. Es zählt nur, wer die Punkte mehr will und bereit ist, dafür alles zu geben“, sagt Heckel.
Quelle: www.shz.de