MTV Herzhorn - HSG SZOWW 39:24 (24:7)
Während die HSG SZOWW vor einer Woche noch den Tabellenführer SG Wift/Neumünster schlug, konnte die Mannschaft von Trainer Hans-Christian Petersen im Spiel beim MTV Herzhorn nicht an die starke Leistung anknüpfen. Aufgrund einer erschreckend schwachen ersten Halbzeit verloren die Nordfriesen verdient mit 24:39 (7:24) Toren und präsentierten sich teilweise nicht oberligatauglich.
„Wir haben Herzhorn im ersten Durchgang komplett in die Karten gespielt. Unser Angriff war bis auf Kai Flatterich einfach zu schwach, um Gefahr auszustrahlen“, sagte Petersen. Nur bis zum 1:1 nach drei Minuten waren die Gäste konkurrenzfähig. Danach spielte nur noch der MTV Herzhorn. Immer wieder scheiterte der HSG-Rückraum an seiner eigenen Unfähigkeit und schloss die Angriffe viel zu schnell ab. Herzhorn hingegen, vor Dynamik und Selbstvertrauen nur so strotzend, lief Konter über Konter und hatte beim Wechsel (7:24) das Spiel entschieden.
Im zweitebn Durchgang gestalteten die Nordfriesen die Partie ausgeglichener. Anstatt sich aufzugeben, begann nun der Kampf gegen den hohen Rückstand. Über 12:26 und 18:32 agierte die HSG nun recht ordentlich und hielt zumindest das Ergebnis erträglich. „Deshalb bin ich auch stolz auf die Jungs. Jede andere Mannschaft hätte sich ergeben. Wir haben aber trotzdem weiter gekämpft“, sagte Petersen trotz der hohen Niederlage. Durch die Niederlagen der anderen Abstiegskandidaten ist für die HSG SZOWW nun immer noch alles offen. Es bleiben weiterhin vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.
SZOWW: Thomsen, Jensen – M.Hansen (5), Peters (2), K.Flatterich (9), A.Carstensen (n.e.), H.Klenz, J.Flatterich (2), J.Hansen (4/2), Schlemeier
(2), O.Klenz, Fülbier.
Herzhorn: M.Hinrichs (11), Hesse (6), S.Hinrichs (5).
Quelle: www.shz.de
Die Herzhorner Oberliga-Männer siegen im Heimspiel gegen das Schlußlicht der Tabelle von der HSG SZOWW mit 39:24. Bereits zur Halbzeit hatten dabei die Gastgeber alles klar gemacht und durch einen Treffer von Keeper Thorsten Nagel eine 24:7-Führung vorgelegt, die auch im zweiten Spielabschnitt nicht mehr in Gefahr geraten sollte. "Das war unsere stärkste Hälfte der Saison", gab Rückraumstratege Stephan Hinrichs nach dem Spiel zu Protokoll, denn die Herzhorner Abwehr glich in den ersten 30 Minuten einem Bollwerk und in der Offensive hielt man sich nicht lange auf und vollendete nach herrlichen Paßkombinationen und Spielzügen bereits nach wenigen Sekunden. Auch Gegentreffer wurden sofort über die schnelle Mitte bestraft. "Das war eine runde Sache heute", freute sich auch MTV-Coach Manfred Kuhnke einen Tag nach seinem 58.Geburtstag.
Schnell zeigte sich, dass diese Begegnung zur einseitigen Angelegenheit würde, denn die Gastgeber waren ihren Gegnern in allen Belangen überlegen. Mit einer Superabwehr, in der nicht nur hervorragend verschoben und übergeben wurde, sondern die zudem in Keeper Torsten Nagel einen sicheren Rückhalt hatte und einem Angriff, der es verstand, die äußerst offensive Deckung der Gäste immer wieder zu hinterlaufen und mit schnellen Aktionen förmlich „schwindelig“ zu spielen, sorgten die Herzhorner zwar nicht gerade für Spannung, doch für sehenswerten Handball. Einen Gegentreffer zum 1:1 ließen sie in der 4. Minute zu und dann spulten die Kuhnke-Schützlinge ihre Maschinerie ab. Immer wieder über die 2. Welle kommend und mit tollen Kreisanspielen zogen sie bis zur 14. Minute auf 9:1 auf und davon. Erst nach einem timeout der Gäste schienen diese sich ein wenig zu fangen und erzielten einige Tore. Doch auch die Hausherren ließen in keinster Weise locker und so wuchs deren Vorsprung weiter an. Nach einem Treffer von Ingo Fahl in der 20. Minute hatten die Herzhorner dann erstmalig beim Stande von 14:4 mit zehn Toren die Nase vorne. Doch auch damit gaben sie sich nicht zufrieden und machten bis zur Pause weiter Dampf. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff gelang sogar Torwart Torsten Nagel ein Tor. Er hatte einen gegnerischen Wurf wie so oft abgefangen und erkannt, dass sein Gegenpart weit vor der eigenen „Hütte“ stand. Mit einem Wurf über die gesamte Spielfläche brachte er den Ball zum 24:7 Pausenstand bei der HSG unter.
Und das handballkundige Publikum vermutete in der Pause schon, dass es so locker nicht weiter gehen würde. Die Blau-Gelben schalteten nach dem Wiederanpfiff nicht nur einen, sondern gleich mehrere Gänge zurück, was sie sich jedoch bei diesem Gegner auch erlauben konnten. Trotz des aussichtslosen Rückstandes begann SZOWW jedoch engagiert und verkürzte innerhalb weniger Minuten auf 9:24. Sie nahmen nun Lasse Pingel in kurze Deckung und spielten weiterhin sehr offensiv in der Deckung und mit einem Mal hatten die Gastgeber Probleme, sich durchzusetzen. Immer wieder schlichen sich nun Abspielfehler und Fehlwürfe ein und auch die Deckung war nicht mehr ganz so stabil. So hatten ihre Kontrahenten bereits Mitte der Halbzeit so viele Treffer (14:27) erzielt wie zuvor in der gesamten ersten Halbzeit. Dennoch blieb der Vorsprung der Kuhnke-Schützlinge weiterhin hoch und in der 45.Minute traf Stephan Hinrichs zum 30:15. Immer wieder blitzte nun auch mal wieder die Spielstärke aus der Anfangsphase der Begegnung auf und dem Gästekeeper flogen die Bälle nur so um die Ohren. Die Übermacht der Hausherren war in dieser Begegnung gravierend und so einige Zuschauer fragten sich, wie diese HSG am vergangenen Wochenende Spitzenreiter SG Wift schlagen konnte. An diesem Tag war von Seiten der Herzhorner kein großer Einsatz im zweiten Durchgang mehr nötig, um die Partie klar und deutlich mit 39:24 über die Runden zu bringen.
MTV Herzhorn: Niklas Kaven (50.-60. Minute), Torsten Nagel (1.-50. Minute) 1
Treffer - Sven Hesse 6, Ludger Lüders 3, Niklas Ranft 4, Stephan Hinrichs 5, Lasse Pingel 4, Marvin Tampenau 1, Ingo Fahl 2, Malte Hinrichs 11/6, Anil Ataman 2
HSG SZOWW: Jessen, Thomsen - M.Hansen 5, Peters 2, K.Flatterich 9, Carstensen, H.Klenz,
J.Flatterich 2, J.Hansen 4, Schlemeier 2, O.Klenz, Füllbier
Siebenmeter: 6/6
: 5/4 (Nagel hält gegen Hansen)
Zeitstrafen: 2 (Hesse, Fahl je einmal) : 2
(K.Flatterich, Peters je einmal)
Schiedsrichter: Rechtenwald/
Rehmke
Zuschauer: 150
Quelle: Homepage MTV Herzhorn