Komplett-Umbruch: Für die HSG wird’s schwer
Am Sonnabend starten die Handball-Männer der HSG Ohrstedt-Ostenfeld mit einem Auswärtsspiel in Westerrönfeld in die Oberliga-Saison. Sieben Stammspieler haben das Team verlassen. Ohrstedt/lo
Die HSG Ohrstedt-Ostenfeld (HSG SZOWW) steht wahrscheinlich vor dem schwersten Jahr in der Ära Ralf Heckel. Der Trainer leitet nun schon im fünften Jahr die Geschicke des Oberligisten, sah sich jedoch noch nie einem so großen Umbruch gegenüber gestellt.
Gleich sieben Spieler verließen das Flaggschiff der HSG, darunter auch der langjährige Spielmacher Kai Flatterich und Top-Kreisläufer Björn-Ove Peters. „Der Umbruch war auf den ersten Blick sehr krass. Vor allem in der Defensive dachte ich, dass wir mehr Probleme bekommen werden. Die Vorbereitung verlief allerdings ordentlich, sodass wir einiges Neues einstudieren konnten“, sagt Heckel.
Trotzdem ist er sich der Tatsache bewusst, als klarer Abstiegskandidat in die Saison zu gehen. „Die Offiziere sind nun von Bord gegangen, was uns definitiv schwächt. Nun müssen die Jüngeren nachrücken und in diese Rolle hineinwachsen. Dies braucht allerdings Zeit, die wir eigentlich nicht haben.“
Nach der achtwöchigen Vorbereitung (in der einige Partien wegen Personalmangel abgesagt werden mussten) mit dem zwischenzeitlichen Highlight DHB-Pokal, wo die HSG dem Zweitligisten TSV Altenholz unterlag, sieht sich Heckel aber gerüstet für das dritte Jahr in der Oberliga.
Denn den Abgängen stehen auch Neuzugänge gegenüber, die sich laut Heckel gut ins Team eingefügt haben. Aus der zweiten Mannschaft rückten Sebastian Behrens und Heiko Lohr in den Kader, aus Treia kamen Malte Jensen und Christopher Hoffmann. Zusätzlich verstärkte sich die HSG mit dem erfahrenen Leif Fuchs, der vor allem in der Abwehr für Stabilität sorgen soll.
„Die Defensive ist mit den erfahrenen Kräften Lohr und Fuchs schon recht gut davor. Wir arbeiten nun noch am Feinschliff im Angriff. Mit unseren beiden schnellen Mittelleuten Jan Flatterich und Jan Hansen wird es ein neues Angriffsspiel geben“, erklärt Heckel die neue Philosophie der HSG – schnelleres Spiel soll der Schlüssel zum Erfolg werden. „Wir werden mehr Risiko gehen müssen, um andere Engpässe zu kompensieren. Ob es dann am Ende reichen wird, müssen wir sehen.“
Als Titelkandidaten hat der Coach ein Trio ausgemacht: MTV Herzhorn, den THW Kiel II („eine gute Mannschaft, die sich noch mit erfahrenen Leuten verstärkt hat“) und – mit Abstrichen – Altenholz II.
Quelle: www.shz.de
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HSG SZOWW
Das Team von Trainerfuchs Ralf Heckel sieht sich nach den Abgängen von Dreh- und Angelpunkt Kai Flatterich selbst einer schweren
Aufgabe gegenüber. Zusätzlich verließ Kreisspieler Björn Ove-Peters die erste Vertretung der Buchstabentruppe. Beide spielen jetzt in der Reserve. Zielsetzung des Heckel-Teams ist erneut der
Klassenerhalt, den sich die Nordfriesen im letzten Jahr schon nach der furiosen Hinrunde und zwischenzeitlicher Tabellenführung frühzeitig sicherten und danach im unteren Mittelfeld mitspielten. In
den Vorbereitungspartien zeigte sich die HSG SZOWW mit Licht und Schatten und auch die Pokalpartie gegen den Zweitligisten aus Altenholz ging zu deutlich an den Gast aus dem Kieler Speckgürtel. Diese
Achterbahnfahrt ist sicher auch in den zahlreichen Verletzungen, die das Team aus dem Husumer Randgebiet während der Vorbereitungsphase erlitten hat, und in einer Umstellung der Abwehr auf eine
3:2:1-Formation begründet. Einige Testspiele mussten aufgrund des dünnen Kaders abgesagt werden. Wer aber Trainer Ralf Heckel kennt, weiß auch, dass er immer für eine Überraschung, was Taktik und
Aufstellung angeht, gut ist. Zudem wird es wie jede Saison schwer in der Heinrich-Carstensen-Halle in Ohrstedt zu siegen, denn gerade vor heimischem Publikum kämpfen die Nordfriesen immer bis zum
Letzten.
Kader: Hans Peter Carstensen, Sebastian Behrens, Jan Flatterich, Leif Fuchs, Jan Hansen, Martin Hansen, Malte Jensen, Hauke Klenz, Heiko Lohr, Ulf
Plöhn, Kristopher Spoth, Carsten Thomsen, Maik Weinbach, Christopher Hoffmann
Trainer: Ralf Heckel
Zielsetzung: Nichtabstieg
Favoriten: MTV Herzhorn, SG Wift/Neumünster, THW Kiel 2
Quelle: www.mtv-herzhorn-ersteherren.de