Kein Durchkommen: Martin Hansen (Nr. 2) scheitert an der Abwehr.
– Der Traum von der Pokal-Überraschung währte für die Oberliga-Handballer der HSG Ohrstedt-Ostenfeld (HSG SZOWW) ganze zehn Minuten. Dann nahm Zweitligist TSV Altenholz das Heft in die Hand und erteilte eine Lehrstunde – am Ende stand eine 15:37 (6:18)-Niederlage der Schützlinge von Trainer Ralf Heckel.
Nach zehn Minuten hieß es in Ostenfeld 7:2 für die Gäste. „Wir konnten nur die ersten fünf Minuten wirklich mithalten. Danach rollte die Tempomaschine des TSV auf vollen Touren“, sagte HSG-Trainer Ralf Heckel, der von der Konterstärke des Gegners beeindruckt war. Immer wieder blieb der Ohrstedter Angriff an der kompakten Altenholzer 6:0-Deckung und eröffnete den Gästen Platz zum schnellen Gegenangriff. Dieser wurde meist präzise bis zum letzten Mann durchgespielt und mit einem Tor abgeschlossen.
Heckel: „Sie haben sofort umgeschaltet und uns kaum eine Chance gelassen, diese Tore zu verhindern. Zwar sind meine Jungs zurück gelaufen, haben aber immer nur den Rücken der Angreifer gesehen.“
Bis zur Pause schraubte der TSV den Zwischenstand auf 6:18 hoch und ließ nie einen Zweifel am Endresultat aufkommen. Denn auch der zweite Durchgang verlief ähnlich. Im Laufe der Partie merkte man den HSG-Spielern dann auch die konditionelle Unterlegenheit an, das wurde bei den vergebenen Chancen deutlich. Doch Heckel sah nicht nur Negatives: „Unsere Deckung hat phasenweise gut gearbeitet. Denn die meisten Tore fielen ja über Konter.“
In der Tat waren es am Ende nicht weniger als 19 Gegentore aus der ersten und zweiten Welle, die den Gastgebern das Genick brachen. Zu ungefährlich wirkte der Angriff gegenüber den gut gestaffelten Deckungsverbund, der sich im Laufe des Spiels nicht mehr locken ließ und immer wieder von den schlechten Würfen oder Anspielen der Gastgeber profitierte.
„Im Endeffekt finde ich es nur schade, dass die Jungs in ihrer Aufgabe verkrampft sind. Es fehlte die Lockerheit, die man braucht, um gegen so einen Gegner gut auszusehen. Dies liegt aber sicherlich auch daran, dass sich jeder einzelne Spieler vor der großen Kulisse präsentieren wollte, dies aber auf Kosten der Mannschaftsleistung ging“, so Heckel.
HSG SZOWW: Weinbach, Jensen – Carstensen, M. Hansen (2), Spoth (1), Klenz (5), Flatterich (2), J. Hansen (1), Lohr (1), Fuchs (1), Behrens (1) Plöhn (1).
Tore für Altenholz: Wessig (2), Bitterlich (2), Drecke (1), Opderbeck (2), Greve (2), Jurgeleit (9), Karbowski (11), Schöppner (2), Pekeler (6).
- Inetseite des TSV Altenholz samt Spielbericht aus des Gegners Sicht
Neu bei der HSG: Trainer Ralf Heckel (oben rechts) mit Sebastian Behrens, Leif Fuchs, Heiko Lohr (oben von links), Malte Jensen und Christopher Hoffmann (unten, von li.).
Handballer der HSG Ohrstedt-Ostenfeld im DHB-Pokal auf den Zweitligisten Altenholz. Die Partie wird in Ostenfeld ausgetragen.
– Für die Männer der HSG Ohrstedt-Ostenfeld (HSG SZOWW) beginnt die neue Saison schon drei Wochen vor dem Start der Handball-Oberliga. In der ersten Hauptrunde um den DHB-Pokal (ohne Bundesliga-Beteiligung) gastiert heute der Zweitligist TSV Altenholz in Ostenfeld.
Rund sieben Monate ist es nun her, dass sich das Team von Trainer Ralf Heckel mit einem völlig unerwarteten Sieg gegen den Regionalligisten Bramstedter TS im NOHV-Pokal für die nächste Runde qualifizierte. Mit einer starken Mannschaftsleistung und dank der gut aufgelegten Torhüter Carsten Thomsen und Maik Weinbach wurden dem Favoriten damals die Grenzen aufgezeigt. Mit 36:21 gewann die HSG – und merkte erst danach, dass sie sich für den Wettbewerb auf Bundesebene qualifiziert hatte.
„Damals haben wir sehr befreit aufgespielt, einfach alles hat geklappt. Hinzu kam, dass unsere Torhüter den Kasten vernagelt und dem Gegner den Spaß am Spiel genommen haben“, erinnert sich Heckel freudig zurück. Dass es heute ebenso deutlich werden wird, glaubt er eher nicht – und wenn doch, dann eher für Altenholz.
„Unser Team hat in diesem Jahr ein komplett neues Gesicht bekommen. Gleich sieben Spieler haben die Mannschaft verlassen, fünf sind dazu gekommen. Da kann ich noch keinen Hurra-Handball erwarten“, dämpft der Trainer die Erwartungen.
Mit Kai Flatterich, Björn-Ove Peters, Nico Hamann, Andreas Carstensen, Lars Thoröe, Helge Schlemeier und Kai Pauls fehlt ihm eine komplette Aufstellung. Neu dabei sind Sebastian Behrens, Leif Fuchs, Malte Jensen, Heiko Lohr und Christopher Hoffmann, die laut Heckel zwar allesamt „gute Spieler“, jedoch noch nicht eingespielt sind.
Außerdem dürfe man nicht vergessen, dass die HSG zur unteren Region der Oberliga gehöre, der TSV Altenholz hingegen in der zweiten Bundesliga vertreten sei. „Das Spiel kommt eigentlich noch zu früh für uns, da unsere Vorbereitung auf den Saisonstart der Oberliga ausgelegt ist. Bis dahin sind es noch drei Wochen, die wir dringend zur Feinabstimmung brauchen. Trotzdem will ich gerne gewinnen“, sagt Heckel.
Er hat beim intensiven Videostudium „kleine Schwächen“ beim Team von Trainer Wolfgang Schwenke gesehen. Ob es am Ende für eine erneute Überraschung im Pokal reichen wird? Die Chancen sind eher gering. „Normalerweise verspeist Altenholz uns zum Frühstück“, sagt Heckel unverblümt, fügt aber gleich hinzu: „Wann hat man sonst mal die Gelegenheit, sich mit einem Bundesligisten zu messen ?“
Kreisläufer Hendrik Pekeler wird heute zumindest mit einem unguten Gefühl nach Nordfriesland reisen. Der Altenholzer Neuzugang kam ausgerechnet von der Bramstedter TS zum TSV...
Das Pokalspiel wird, entgegen der ursprünglichen Planung, in Ostenfeld ausgetragen. Grund für die Verlegung sind die noch nicht fertig gestellten Baumaßnahmen im Parkplatzbereich der Gemeinschaftsschule Ohrstedt.